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Bleiburger Dialogtage – 23. bis 25. April 2021

In einem weltweit neuen Format wollen wir bei den Bleiburger Dialogtagen den Ansprüchen für Dialog und Partizipation gerecht werden.

Wir denken dabei an eine Veranstaltung mit Expertinnen- und Experten-Workshops und Interaktionen mit dem Publikum vor Ort (wie es auch bereits 2020 geplant war) und darüber hinaus einen weltweit zugänglichen Live-Stream, mit dem wir auch die Möglichkeit zum aktiven Mitdiskutieren ermöglichen werden. Falls es zusätzlich zu extremen Reisebeschränkungen kommen sollte, wollen wir zusätzlich einen virtuellen Raum für Diskussionen schaffen.

Demzufolge können wir sicherstellen, dass wir den Termin 2021 auch halten werden können.

Nachfolgend konkrete Informationen und Hitergründe zur Veranstaltung:

Alljährlich im Mai steht Bleiburg aufgrund des sogenannten „Kroatentreffens“ am Loibacher Feld im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. Die Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und Gegnern dieser Veranstaltung haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschärft und ein sachlicher Diskurs erscheint zurzeit kaum mehr möglich. Die Gemeinde Bleiburg sieht es in ihrer Verantwortung, sich diesem Thema aktiv zu nähern und aus einer allparteilichen Rolle eines Gastgebers und mediativen Grundhaltung heraus einen konstruktiven Dialog zu fördern.

Die Stadtgemeinde Bleiburg wird dazu 2021 erstmals die „Bleiburger Dialogtage“ veranstalten. Es ist dies ein partizipativ angelegtes Veranstaltungsformat, das ausgehend von der Beschäftigung mit den Ereignissen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg das Thema Erinnerungskultur in Bleiburg im Fokus hat. Verschiedene Erzählstränge zu den historischen Ereignissen, eben-so wie Ideen für Formen des Erinnerns in Bleiburg sollen dabei Platz haben. Ein Dialog unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, das Überwinden eines „Opfer-Täter-Denkens“, die Sichtbarmachung verschiedener Blickwinkel und die Teilhabe der Bevölkerung vor Ort stehen im Zentrum der Aktivitäten. Die Bleiburger Dialogtage können die Basis für ein späteres (virtuelles) Museum der Erinnerungskultur in Bleiburg werden und sollen über 2020 hinaus als Format der Begegnung und des Konsenses etabliert werden, einen nationalen und internationalen Wissens-transfer fördern und eine Plattform zum Bilden und Pflegen von Kooperationen sein.

Die Dialogtage verstehen sich als ein Format der Begegnung, des Dialoges aller Beteiligten und Betroffenen. Die Sichtbarmachung verschiedener Blickwinkel und die Teilhabe der Bevölkerung vor Ort stehen im Zentrum der Aktivitäten. Dazu wird ein dreitägiges Format mit themenrelevanten didaktischen, interaktiven und wissenschaftlichen Zugängen in Form von Workshops, Exkursionen und Vorträgen geplant.

Seitens der Stadtgemeinde Bleiburg wurde Herr Oliver Jeschonek, MSc, als anerkannter Fachmann für Mediation und Konfliktprävention, beauftragt, die „Bleiburger Dialogtage“ und die dazu erforderlichen Vor- und Nacharbeiten organisatorisch und inhaltlich zu begleiten.